|
Bisher sind es nur zwei einzelne (!) Meldungen über Erfolge mit Osteopathie bei Vaginismus / Dyspareunie, aber diese klingen vielversprechend.
Osteopathie* ist eine ganzheitliche sanfte Medizin, die vor ca. 130 Jahren in Amerika entwickelt wurde (durch den Arzt Andrew Taylor Still, 1828-1917). Sie verzichtet auf Apparate, Medikamente und Operationen.
Zur Diagnostik und Therapie werden nur die Hände genutzt. Zahlreiche Beschwerden und Krankheiten können damit wirksam behandelt werden.
Osteopathie ist weder Massage noch Handauflegen, sondern ein bewußter Eingriff in Funktionen des Körpers mit Stimulation der selbstregulierenden Kräfte des Organismus.
Wie bei vielen Therapeuten ist auch bei Osteopathen der Erfahrungsschatz unterschiedlich (zumal die Ausbildung nicht einheitlich geregelt ist) - Kenntnisse bei der Behandlung von Vaginismus / Dyspareunie können nicht
vorausgesetzt werden. Wir raten daher, bereits bei der Terminabsprache (oft mehrere Wochen im voraus) gezielt nach Erfahrung mit Beckenboden-Funktionsstörungen zu fragen. Am ehesten voraussetzen kann man dies bei
den wenigen (aber vorhandenen) FrauenärztInnen, die Osteopathie anbieten - für diese ist Schmerz beim Verkehr (zumindest nach Geburten) nicht fremd.
Osteopathen, die an einer vom VOD (Verband der Osteopathen Deutschland e.V.) anerkannten Schule ausgebildet wurden, erwerben mit der Abschlußprüfung den Titel D.O.
(Diplom-Osteopath). Oft geführt wird auch die Bezeichnung M.R.O. (Mitglied im Verbandsregister des VOD). Therapeutenlisten bekommt man bei den Verbänden - Anschriften für Deutschland, Österreich und die Schweiz s.u. Adressen.
P.S.: Osteopathie wird in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen (auch nicht von allen privaten Kassen) - anzusetzen sind mindestens 2 Sitzungen à 60-100 Euro.
*Osteopathie von osteo=Knochen und pathie=Leiden, da sich viele Funktionsstörungen / Krankheiten auch am Knochen bzw. Bewegungsapparat zeigen.
|